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Intervention: Fassadenprojekt

Seit 2024 präsentiert das MdbK im jährlichen Wechsel ein Interventionsprojekt im Innen- und Außenraum, bestehend aus je drei großformatigen Foto-Bannern an der Glasfassade und mehreren fotografischen Prints in der Dauerausstellung. Bislang wurden Arbeiten von Cihan Çakmak (geb. 1993), Katharina Schreiter (geb. 1984) und Roxana Rios (geb. 1994) gezeigt. Die Künstler*innen setzten sich im Auftrag des MdbK mit der Architektur und der Sammlung des Hauses auseinander und brachten sie in einen Dialog mit dem Stadtraum.
Zu allen drei Projekten sind signierte und nummerierte Editionen mit je fünf Fine Art Prints im Format 40 x 30 cm in einer limitierten Auflage in einer leinengebundenen Kassette erschienen. Einige verbliebene Exemplare der Editionen von Katharina Schreiter und Roxana Rios sind über das MdbK erhältlich.

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Tenseness

Cihan Çakmak beschäftigt sich in den fotografischen Selbstporträts der Serie Tenseness mit Fragen der Identität und bildlichen Repräsentation. Dazu hat sie sich im Auftrag des MdbK überaus subtil mit der Sammlungspräsentation des Hauses auseinandergesetzt. Der Titel der Serie steht für eine Art Beklommenheit, die ihren Ausdruck in körperlicher Anspannung findet. Die Fotografien wirken wie Standbilder aus Performances. Durch die Haltung, den Einsatz von Requisiten und die Wahl des Bildausschnitts wird der Körper bis an die Grenze der Abstraktion verfremdet. In der Stillstellung wird er gleichsam zur Skulptur. Im Vordergrund stehen Farbkontraste, grafische Strukturen und die Stofflichkeit der abgebildeten Materialien.

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Membran

Katharina Schreiter nimmt in der vom MdbK beauftragten Serie Membran die Architektur des Museumsbaus zum Ausgangspunkt für fotografische Selbstinszenierungen. Im Vordergrund steht dabei die körperliche Erfahrung des Innenraums, der darin verbauten Materialien und seiner beträchtlichen Dimensionen. Mittels Collage kombiniert die Künstlerin eigene Schwarzweißaufnahmen der Räume mit performativen, durch grellfarbige Requisiten aufgeladenen Selbstporträts.

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Ode to Eris

Roxana Rios setzt sich in der vom MdbK beauftragten Serie Ode to Eris in Form von fotografisch-performativen Neuauffassungen mit ausgewählten Werken der Dauerausstellung auseinander. Rios‘ künstlerische Praxis zeichnet sich durch die kritische Auseinandersetzung mit historisch gewachsenen Narrativen und ganz besonders mit den Verbindungen zwischen Bild- und Wissensproduktion aus – also letztlich mit der Frage, wie sich bestimmte Bildmuster in der Porträtmalerei, beispielsweise Geschlechterstereotype, bis heute fortgeschrieben und verfestigt haben. Der Körper gilt Roxana Rios dabei als „Konstrukt, Material und Repräsentantin innerhalb gesellschaftlicher (An-)Ordnungen". Die Werkgruppe Ode to Eris wird in Form von drei großformatigen Bannern an der Fassade des MdbK sowie mehreren fotografischen Interventionen in der Dauerausstellung präsentiert.