Roxana Rios
Eris, Elsa; 2026
Ode to Eris
Museum der bildenden Künste Leipzig, Lizenz: Alle Rechte vorbehalten/VG Bild-Kunst, Bonn 2026
Roxana Rios, …
Eris, Elsa, 2026
Ode to Eris
Roxana Rios‘ Porträt „Eris, Elsa“ nimmt Eris, die griechische Göttin der Zwietracht und des Streites, in den Blick. In Max Klingers Raumkunstwerk „Das Urteil des Paris“ taucht sie als Gipsfigur in der Rahmung auf und hält eine Muschelschale empor, deren Inhalt, der Zankapfel, unter dem blauen Tuch unheilvoll aufblitzt. Der griechischen Mythologie zufolge warf die Göttin den Apfel, beschrieben mit den Worten „für die Schönste“, aus Rache dafür, dass sie zu einer Feier auf dem Olymp nicht eingeladen war, unter die geladenen Gäst*innen. Zwischen den Göttinnen Hera, Aphrodite und Athene brach daraufhin ein Streit darüber aus, wem dieser Titel gebühre.
Im Zentrum seines Werks stellt Klinger die darauffolgende Szene der Erzählung dar, in der Paris als trojanischer Königssohn auf Befehl Zeus‘ die Schönste der Drei erwählen soll. Er entscheidet sich für Aphrodite, die ihm das Herz der schönsten Frau der Welt, Helena, versprach. Dieser Vorgang gilt als Auslöser des Trojanischen Krieges. In der Tradition der künstlerischen Verarbeitung des griechischen Mythos‘ erscheint Eris daher zumeist als verrückte, rachsüchtige Frau – als Ursprung allen Übels.
Roxana Rios zeigt die Misogynie dieses Narrativs auf und deutet Eris stattdessen als Hauptfigur im Kampf gegen patriarchale Unterdrückung um. Der wütende Blick zeugt von Zielgerichtetheit und Entschlossenheit. Der Zankapfel ist verschwunden. Eris‘ Wut wird nicht mehr als irrationaler Affekt, sondern als nachvollziehbare Reaktion auf die vorherige Kränkung dargestellt.
Der Titel der Werkreihe „Ode to Eris“ hebt die Göttin besonders hervor und lobt ihre Wut als fruchtbare, kämpferische Kraft. Roxana Rios‘ künstlerische Adaptionen decken die Funktionsweise des Patriarchats auf, das darauf beruht FLINTA* gegeneinander aufzubringen, zu diskreditieren und klein zu halten.
Text: Anne Richter, Philipp Freytag
Kuratiert von: Philipp Freytag
Beteiligte Roxana Rios (1994)
Titel Eris, Elsa
Serie / Folge / Buch Ode to Eris
Entstehungszeit 2026
Systematik Fotografie
Material/Technik Fine Art Print
Technik Fine Art Print
Signatur Verso bez. u. r.: RR. | 2/5
Auflage 2/5
Creditline Museum der bildenden Künste Leipzig
Zitiervorschlag/Permalink Roxana Rios, Eris, Elsa, 2026, Fine Art Print, Museum der bildenden Künste Leipzig, Copyright Abb. © Museum der bildenden Künste Leipzig, Lizenz: Alle Rechte vorbehalten/VG Bild-Kunst, Bonn 2026, https://mdbk-digital.de/detail/collection/fc88a6b9-e1da-4fdc-984b-aa3195b6b3c6
Die Werkangaben auf MdbK [digital] entsprechen dem gegenwärtigen Stand der Forschung und werden laufend aktualisiert. Das MdbK forscht kontinuierlich zu seinem Bestand und dessen Provenienzen. Wir verpflichten uns dabei, die fach- und disziplinspezifischen Standards zu wahren. MdbK [digital] ist ein Instrument, diese Forschungsergebnisse sichtbar zu machen. Wenn Sie Fragen oder Hinweise zu den Objekten haben, freuen wir uns über Ihre Nachricht.
Roxana Rios
- Key: fc88a6b9-e1da-4fdc-984b-aa3195b6b3c6
- Module_ref: collection
- Create_date: 2026-06-26T10:58:47Z
- Change_date: 2026-09-03T17:04:17Z
- Sync_date: 2026-09-20T06:34:08Z
- Container_S: MdbK Sammlung - Neuzugänge
- Container_S_multi_facet: MdbK Sammlung - Neuzugänge
- SimpleSearch: MdbK Sammlung - Neuzugänge,MdbK Mappenwerk,Eris, Elsa,Fotografie,Museum der bildenden Künste Leipzig,2026,2026,Verso bez. u. r.: RR. | 2/5,Rios, Roxana,Eris, Elsa,Ode to Eris,Verso bez. u. r.: RR. | 2/5,Fine Art Print,Roxana Rios‘ Porträt „Eris, Elsa“ nimmt Eris, die griechische Göttin der Zwietracht und des Streites, in den Blick. In Max Klingers Raumkunstwerk „Das Urteil des Paris“ taucht sie als Gipsfigur in der Rahmung auf und hält eine Muschelschale empor, deren Inhalt, der Zankapfel, unter dem blauen Tuch unheilvoll aufblitzt. Der griechischen Mythologie zufolge warf die Göttin den Apfel, beschrieben mit den Worten „für die Schönste“, aus Rache dafür, dass sie zu einer Feier auf dem Olymp nicht eingeladen war, unter die geladenen Gäst*innen. Zwischen den Göttinnen Hera, Aphrodite und Athene brach daraufhin ein Streit darüber aus, wem dieser Titel gebühre. <br class="linefeed" /><br class="linefeed" />Im Zentrum seines Werks stellt Klinger die darauffolgende Szene der Erzählung dar, in der Paris als trojanischer Königssohn auf Befehl Zeus‘ die Schönste der Drei erwählen soll. Er entscheidet sich für Aphrodite, die ihm das Herz der schönsten Frau der Welt, Helena, versprach. Dieser Vorgang gilt als Auslöser des Trojanischen Krieges. In der Tradition der künstlerischen Verarbeitung des griechischen Mythos‘ erscheint Eris daher zumeist als verrückte, rachsüchtige Frau – als Ursprung allen Übels.<br class="linefeed" />Roxana Rios zeigt die Misogynie dieses Narrativs auf und deutet Eris stattdessen als Hauptfigur im Kampf gegen patriarchale Unterdrückung um. Der wütende Blick zeugt von Zielgerichtetheit und Entschlossenheit. Der Zankapfel ist verschwunden. Eris‘ Wut wird nicht mehr als irrationaler Affekt, sondern als nachvollziehbare Reaktion auf die vorherige Kränkung dargestellt. <br class="linefeed" /><br class="linefeed" />Der Titel der Werkreihe „Ode to Eris“ hebt die Göttin besonders hervor und lobt ihre Wut als fruchtbare, kämpferische Kraft. Roxana Rios‘ künstlerische Adaptionen decken die Funktionsweise des Patriarchats auf, das darauf beruht FLINTA* gegeneinander aufzubringen, zu diskreditieren und klein zu halten.<br class="linefeed" /><br class="linefeed" />Text: Anne Richter, Philipp Freytag<br class="linefeed" />Kuratiert von: Philipp Freytag<br class="linefeed" />
- SimpleSearch2: MdbK Sammlung - Neuzugänge,MdbK Mappenwerk,Eris, Elsa,Fotografie,Museum der bildenden Künste Leipzig,2026,2026,Verso bez. u. r.: RR. | 2/5,Rios, Roxana,Eris, Elsa,Ode to Eris,Verso bez. u. r.: RR. | 2/5,Fine Art Print,Roxana Rios‘ Porträt „Eris, Elsa“ nimmt Eris, die griechische Göttin der Zwietracht und des Streites, in den Blick. In Max Klingers Raumkunstwerk „Das Urteil des Paris“ taucht sie als Gipsfigur in der Rahmung auf und hält eine Muschelschale empor, deren Inhalt, der Zankapfel, unter dem blauen Tuch unheilvoll aufblitzt. Der griechischen Mythologie zufolge warf die Göttin den Apfel, beschrieben mit den Worten „für die Schönste“, aus Rache dafür, dass sie zu einer Feier auf dem Olymp nicht eingeladen war, unter die geladenen Gäst*innen. Zwischen den Göttinnen Hera, Aphrodite und Athene brach daraufhin ein Streit darüber aus, wem dieser Titel gebühre. <br class="linefeed" /><br class="linefeed" />Im Zentrum seines Werks stellt Klinger die darauffolgende Szene der Erzählung dar, in der Paris als trojanischer Königssohn auf Befehl Zeus‘ die Schönste der Drei erwählen soll. Er entscheidet sich für Aphrodite, die ihm das Herz der schönsten Frau der Welt, Helena, versprach. Dieser Vorgang gilt als Auslöser des Trojanischen Krieges. In der Tradition der künstlerischen Verarbeitung des griechischen Mythos‘ erscheint Eris daher zumeist als verrückte, rachsüchtige Frau – als Ursprung allen Übels.<br class="linefeed" />Roxana Rios zeigt die Misogynie dieses Narrativs auf und deutet Eris stattdessen als Hauptfigur im Kampf gegen patriarchale Unterdrückung um. Der wütende Blick zeugt von Zielgerichtetheit und Entschlossenheit. Der Zankapfel ist verschwunden. Eris‘ Wut wird nicht mehr als irrationaler Affekt, sondern als nachvollziehbare Reaktion auf die vorherige Kränkung dargestellt. <br class="linefeed" /><br class="linefeed" />Der Titel der Werkreihe „Ode to Eris“ hebt die Göttin besonders hervor und lobt ihre Wut als fruchtbare, kämpferische Kraft. Roxana Rios‘ künstlerische Adaptionen decken die Funktionsweise des Patriarchats auf, das darauf beruht FLINTA* gegeneinander aufzubringen, zu diskreditieren und klein zu halten.<br class="linefeed" /><br class="linefeed" />Text: Anne Richter, Philipp Freytag<br class="linefeed" />Kuratiert von: Philipp Freytag<br class="linefeed" />
- Type_S: MdbK Mappenwerk
- Type_S_multi_facet: MdbK Mappenwerk
- TypeKey_s: 51c61e9b-f873-4e3f-a977-d974dfa93f6e
- Title_S: Eris, Elsa
- Title_S_sort: Eris, Elsa
- Systematic_S: Fotografie
- Systematic_multi_facet: Fotografie
- Systematic_multi_facet_filter: Fotografie
- NumberOfObjects_S: 1
- Creditline_S: Museum der bildenden Künste Leipzig
- Edition_S: 2/5
- Label_A01_51c61e9b-f873-4e3f-a977-d974dfa93f6e_s: Objektgesch. (intern)
- Label_A02_51c61e9b-f873-4e3f-a977-d974dfa93f6e_s: Provenienz (extern)
- Label_A03_51c61e9b-f873-4e3f-a977-d974dfa93f6e_s: Provenienz (intern)
- Label_A07_51c61e9b-f873-4e3f-a977-d974dfa93f6e_s: Bearbeitung
- Dating_S: 2026
- Dating_zeit: 2026
- Dating_S2: 2026
- YearFrom_I: 2026
- YearTo_I: 2026
- Signatures_Search_S: Verso bez. u. r.: RR. | 2/5
- MaterialTechnique_Search_S: Fine Art Print
- MTS_multi_facet: Fine Art Print
- MTS_multi_facet2: Fine Art Print
- Subjects_Search_S: Rios, Roxana
- Subjects_multi_facet: Rios, Roxana
- Subjects_multi_facet_filter: Rios, Roxana
- lists_s: Titles,Signatures,GeographicReferences,InventoryNumbers,OtherNumbers,KeywordChain,MaterialTechnique,Dimensions,Dating,Texts,ObjectRelations,Subjects,Literature,Exhibitions,Uri,WebLinks,Media
- list_Titles_I: 2
- Titles_Type_0_S: Originaltitel
- Titles_Text_0_S: Eris, Elsa
- Titles_Type_1_S: Serie / Folge / Buch
- Titles_Text_1_S: Ode to Eris
- list_Signatures_I: 1
- Signatures_Type_0_S: Ausgabe
- Signatures_Text_0_S: Verso bez. u. r.: RR. | 2/5
- list_GeographicReferences_I: 0
- list_InventoryNumbers_I: 0
- list_OtherNumbers_I: 0
- list_KeywordChain_I: 0
- list_MaterialTechnique_I: 2
- MaterialTechnique_Type_0_S: Material / Technik
- MaterialTechnique_Remark_0_S: Fine Art Print
- MTR_multi_facet: Fine Art Print
- MTR_multi_facet2: Fine Art Print
- MaterialTechnique_Type_1_S: Technik
- MaterialTechnique_Text_1_S: Fine Art Print
- MTL_multi_facet: Fine Art Print
- MTL_multi_facet2: Fine Art Print
- list_Dimensions_I: 1
- Dimensions_Type_0_S: Blattmaß
- Dimensions_Dimension_0_S: 40 x 30 cm
- list_Dating_I: 1
- Dating_Dating_0_S: 2026
- Dating_DayFrom_0_I: 1
- Dating_MonthFrom_0_I: 1
- Dating_YearFrom_0_I: 2026
- Dating_DayTo_0_I: 31
- Dating_MonthTo_0_I: 12
- Dating_YearTo_0_I: 2026
- list_Texts_I: 1
- Texts_Type_0_S: Onlinedatenbank Text deutsch
- Texts_Language_0_S: de
- Texts_LongText_0_S: Roxana Rios‘ Porträt „Eris, Elsa“ nimmt Eris, die griechische Göttin der Zwietracht und des Streites, in den Blick. In Max Klingers Raumkunstwerk „Das Urteil des Paris“ taucht sie als Gipsfigur in der Rahmung auf und hält eine Muschelschale empor, deren Inhalt, der Zankapfel, unter dem blauen Tuch unheilvoll aufblitzt. Der griechischen Mythologie zufolge warf die Göttin den Apfel, beschrieben mit den Worten „für die Schönste“, aus Rache dafür, dass sie zu einer Feier auf dem Olymp nicht eingeladen war, unter die geladenen Gäst*innen. Zwischen den Göttinnen Hera, Aphrodite und Athene brach daraufhin ein Streit darüber aus, wem dieser Titel gebühre. <br class="linefeed" /><br class="linefeed" />Im Zentrum seines Werks stellt Klinger die darauffolgende Szene der Erzählung dar, in der Paris als trojanischer Königssohn auf Befehl Zeus‘ die Schönste der Drei erwählen soll. Er entscheidet sich für Aphrodite, die ihm das Herz der schönsten Frau der Welt, Helena, versprach. Dieser Vorgang gilt als Auslöser des Trojanischen Krieges. In der Tradition der künstlerischen Verarbeitung des griechischen Mythos‘ erscheint Eris daher zumeist als verrückte, rachsüchtige Frau – als Ursprung allen Übels.<br class="linefeed" />Roxana Rios zeigt die Misogynie dieses Narrativs auf und deutet Eris stattdessen als Hauptfigur im Kampf gegen patriarchale Unterdrückung um. Der wütende Blick zeugt von Zielgerichtetheit und Entschlossenheit. Der Zankapfel ist verschwunden. Eris‘ Wut wird nicht mehr als irrationaler Affekt, sondern als nachvollziehbare Reaktion auf die vorherige Kränkung dargestellt. <br class="linefeed" /><br class="linefeed" />Der Titel der Werkreihe „Ode to Eris“ hebt die Göttin besonders hervor und lobt ihre Wut als fruchtbare, kämpferische Kraft. Roxana Rios‘ künstlerische Adaptionen decken die Funktionsweise des Patriarchats auf, das darauf beruht FLINTA* gegeneinander aufzubringen, zu diskreditieren und klein zu halten.<br class="linefeed" /><br class="linefeed" />Text: Anne Richter, Philipp Freytag<br class="linefeed" />Kuratiert von: Philipp Freytag<br class="linefeed" />
- list_ObjectRelations_I: 0
- list_Subjects_I: 1
- Subjects_Key_0_S: 98fba716-5420-4781-b981-3b666b352ef4
- Subjects_Key_all_S: 98fba716-5420-4781-b981-3b666b352ef4
- Subjects_Type_0_S: Person
- Subjects_Name_0_S: Rios
- Subjects_FirstName_0_S: Roxana
- Subjects_SortedName_0_S: Rios, Roxana
- FullNameSorted_S_sort: Rios, Roxana
- P_S_sort: Rios, Roxana
- Subjects_DatingType_0_S: Lebensdaten
- Subjects_Dating_0_S: 1994
- Subjects_YearFrom_0_S: 1994
- Subjects_GeoRefFrom_0_S: Hannover
- list_Literature_I: 0
- list_Exhibitions_I: 0
- list_Uri_I: 0
- list_WebLinks_I: 0
- list_Media_I: 1
- Media_Key_0_s: 416d8baf-9751-4b49-b262-648316386c50
- Media_Type_0_S: Bild
- Media_License_0_S: Alle Rechte vorbehalten
- Media_Copyright_0_S: Museum der bildenden Künste Leipzig, Lizenz: Alle Rechte vorbehalten/VG Bild-Kunst, Bonn 2026
- _version_: 1876832041491759000