Objektabbildung zoomen

Werner Tübke,  
Zu "Jüngstes Gericht" aus "Frühbürgerliche Revolution in Deutschland", 1983

 

Das Werk von 1983 ist eine Gemäldestudie zum Panoramabild „Frühbürgerliche Revolution in Deutschland“ und ist mit zwei mal drei Metern eines der größten Gemälde Tübkes.

In dieser Darstellung des Jüngsten Gerichts, einem häufig in der Kunst behandelten Motiv, konzentriert sich Tübke auf das dramatische Moment der Abrechnung und des göttlichen Urteils. Er griff Themen und Motive seines monumentalen Panoramagemäldes zum Bauernkrieg auf, hier mit Einflüssen aus antiker und christlicher Mythologie.

Das Bild ist geprägt von einer dichten Komposition, in der die Dargestellten eng miteinander verwoben sind. Ein liegender, ausgemergelter Mann im Bildvordergrund wird von einer Gruppe verschiedener Figuren umringt. Darunter sind zwei Engel und irdisches Personal, wie ein Ritter und Bauern.

Die Farbgebung des Bildes ist überwiegend dunkel und erdig, was die Schwere und Dramatik des Themas betont. Tübkes Malstil ist sowohl realistisch wie auch surreal, mit Figuren, die zwar anatomisch genau dargestellt sind, jedoch in unnatürlichen Posen oder übertriebenen emotionalen Zuständen verharren. Dies verleiht dem Werk einen entrückten, visionären Charakter.

Jasmin Lorenz

Systematik Gemälde

Material/Technik Öl auf Leinwand (Grisaille)

Maße 202,5 x 302,5 x 10 cm (Rahmenmaß) 198,4 x 299,4 cm (Bildmaß)

Erwerbung 2022 Dauerleihgabe der Tübke Stiftung Leipzig

Inventar-Nr. L 2022-0015