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Juli in Schönebeck/Elbe als Sohn einer Kaufmannsfamilie geboren<br class="linefeed" />1935-45 Schulbesuch in Schönebeck; ab 1939/40 privater Zeichenunterricht bei Karl Friedrich in Magdeburg<br class="linefeed" />1945-46 zehnmonatige schuldlose Inhaftierung durch russische Sicherheitsorgane während der Besatzungszeit<br class="linefeed" />1946-47 Malerlehre in Schönebeck mit Besuch der Meisterschule für das Deutsche Handwerk Magdeburg, Fach Malerei<br class="linefeed" />1947-48 Abschluß der Oberschule in Schönebeck, Abitur<br class="linefeed" />1948-49 Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig (u. a. bei Elisabeth Voigt, Walter Arnold, Ernst Hassebrauk)<br class="linefeed" />1950-52 Studium der Kunsterziehung und Psychologie an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald; Staatsexamen<br class="linefeed" />1952-54 Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung Bildende Kunst am Zentralhaus für Laienkunst Leipzig; 1954 Eintritt in den Verband Bildender Künstler der DDR und Ausstellungsdebüt<br class="linefeed" />1955-57 Assistent, ab 1956 Oberassistent im Grundlagenstudium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig<br class="linefeed" />1957 Entlassung aus politischen Gründen<br class="linefeed" />1958 Gewinn des Wettbewerbs zur Gestaltung der Wandbilder im Leipziger Hotel „Astoria“ zum Thema „Fünf Kontinente“<br class="linefeed" />1959-61 Beginn der Mitarbeit in künstlerischen Leitungsgremien in Leipzig; erste Auszeichnungen für seine Arbeit<br class="linefeed" />1961-1962 einjähriger Studienaufenthalt in der Sowjetunion (Leningrad, Moskau, Mittelasien, Kaukasus)<br class="linefeed" />1962 Wiedereinstellung als Oberassistent an der Leipziger Kunsthochschule; 1964 Berufung zum Dozenten<br class="linefeed" />1965-67 Gemäldezyklus „Lebenserinnerungen des Dr. jur. Schulze“; offizielle Kritik aufgrund seiner metaphorischen Sinnbildhaftigkeit<br class="linefeed" />1968 Rücknahme des Senatsbeschlusses der Leipziger Kunsthochschule zur Entlassung Werner Tübkes aufgrund von Studentenprotesten<br class="linefeed" />1970 Gewinn des Wettbewerbs zur Gestaltung des monumentalen Wandbildes „Arbeiterklasse und Intelligenz“ im Rektoratsgebäude der Universität Leipzig (1973 vollendet)<br class="linefeed" />1971 erste Italienreise und erste Einzelausstellungen im Ausland (Mailand, Brescia, Rom, Modena, Florenz); Beginn der internationalen Anerkennung<br class="linefeed" />1972 Ernennung zum Professor der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig; Goldmedaille der Internationalen Grafikbiennale von Florenz; zweite Italienreise<br class="linefeed" />1973-76 Rektor der Leipziger Kunsthochschule<br class="linefeed" />1974 Leiter einer Meisterklasse für Malerei; dritte Italienreise<br class="linefeed" />1974-75 Polyptychon für den Palast der Republik in Ostberlin zum Thema „Der Mensch – Maß aller Dinge“ (unvollendet)<br class="linefeed" />1976 Vertragsabschluß über das Panoramagemälde für die Bauernkriegsgedenkstätte im thüringischen Bad Frankenhausen; Reisen nach Frankreich und in die BRD<br class="linefeed" />1977 Teilnahme an der documenta 6 in Kassel; Hauptpreis der Triennale der Malerei sozialistischer Länder in Sofia<br class="linefeed" />1980 Käthe-Kollwitz-Preis der Akademie der Künste der DDR; Reisen nach Italien, Leningrad, Bulgarien und in die BRD<br class="linefeed" />1981 Reise in die Schweiz; Fertigstellung der 1:10 Fassung des Panoramagemäldes für Bad Frankenhausen<br class="linefeed" />1982 Wahl zum Mitglied der Königlichen Akademie der Künste Schwedens; Reisen nach Griechenland, Spanien, Moskau und in die BRD<br class="linefeed" />1983 Mitglied der Akademie der Künste der DDR (1992 Austritt); Reisen in die BRD, nach Schweden und Österreich<br class="linefeed" />1984 Gastprofessur der Internationalen Sommerakademie in Salzburg (Klasse für Zeichnen); Reisen nach Stockholm, Nürnberg und Ravensburg (Begegnung mit Martin Walser)<br class="linefeed" />1985 Verleihung der Ehrendoktorwürde der Universität Leipzig; Reisen nach Italien, in die Schweiz und die BRD<br class="linefeed" />1986 Reisen nach Frankreich, Bulgarien, Moskau und in die BRD (Begegnung mit Horst Janssen in Hamburg)<br class="linefeed" />1987 Fertigstellung des Panoramagemäldes in Bad Frankenhausen (1983 begonnen)<br class="linefeed" />1988 Ehrenmitglied der Akademie der Künste der UdSSR und Mitgliedschaft in der Serbischen Akademie der Wissenschaften und Künste (1992 Austritt); Reisen nach Österreich und in die USA<br class="linefeed" />1989 Offizielle Eröffnung des Panorama Museums in Bad Frankenhausen im September<br class="linefeed" />1989/90 Reisen in die Schweiz, nach Schweden und Istrien<br class="linefeed" />1990-93 Entwürfe für das achtteilige Bühnenbild und Kostüme einer „Freischütz“-Inszenierung der Bonner Oper<br class="linefeed" />1993-96 Arbeit am Flügelaltar für die Kirche St. Salvatoris in Clausthal-Zellerfeld im Oberharz (April 1997 Altarweihe); Reisen nach Italien (Ischia, Capri), Belgien und Österreich<br class="linefeed" />1999 Retrospektive im Panorama Museum in Bad Frankenhausen; Reisen nach Rom und Teneriffa<br class="linefeed" />2000 Aufenthalt auf Capri<br class="linefeed" />2001-02 Reisen nach Italien<br class="linefeed" />2003 nach schwerer Krankheit konsequente Hinwendung zur Zeichnung<br class="linefeed" />2004 am 27. Mai stirbt Werner Tübke in Leipzig<br class="linefeed" /><br class="linefeed" />[Biografie Tübke Stiftung Leipzig] ,Schönebeck (Elbe),Leipzig,Annika Michalski, "Ich spiele mich, wie ich bin." Die Selbstdarstellungen Werner Tübkes von 1940 bis 2004, Köln, Weimar, Wien: Böhlau Verlag, 2014
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Mai stirbt Werner Tübke in Leipzig<br class="linefeed" /><br class="linefeed" />[Biografie Tübke Stiftung Leipzig]
- _version_: 1876884801674281000
Werner Tübke Maler, Grafiker, Zeichner
Lebensdaten 1929 - 2004
Geburtsort Schönebeck (Elbe)
Sterbeort Leipzig
1929 am 30. Juli in Schönebeck/Elbe als Sohn einer Kaufmannsfamilie geboren
1935-45 Schulbesuch in Schönebeck; ab 1939/40 privater Zeichenunterricht bei Karl Friedrich in Magdeburg
1945-46 zehnmonatige schuldlose Inhaftierung durch russische Sicherheitsorgane während der Besatzungszeit
1946-47 Malerlehre in Schönebeck mit Besuch der Meisterschule für das Deutsche Handwerk Magdeburg, Fach Malerei
1947-48 Abschluß der Oberschule in Schönebeck, Abitur
1948-49 Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig (u. a. bei Elisabeth Voigt, Walter Arnold, Ernst Hassebrauk)
1950-52 Studium der Kunsterziehung und Psychologie an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald; Staatsexamen
1952-54 Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung Bildende Kunst am Zentralhaus für Laienkunst Leipzig; 1954 Eintritt in den Verband Bildender Künstler der DDR und Ausstellungsdebüt
1955-57 Assistent, ab 1956 Oberassistent im Grundlagenstudium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig
1957 Entlassung aus politischen Gründen
1958 Gewinn des Wettbewerbs zur Gestaltung der Wandbilder im Leipziger Hotel „Astoria“ zum Thema „Fünf Kontinente“
1959-61 Beginn der Mitarbeit in künstlerischen Leitungsgremien in Leipzig; erste Auszeichnungen für seine Arbeit
1961-1962 einjähriger Studienaufenthalt in der Sowjetunion (Leningrad, Moskau, Mittelasien, Kaukasus)
1962 Wiedereinstellung als Oberassistent an der Leipziger Kunsthochschule; 1964 Berufung zum Dozenten
1965-67 Gemäldezyklus „Lebenserinnerungen des Dr. jur. Schulze“; offizielle Kritik aufgrund seiner metaphorischen Sinnbildhaftigkeit
1968 Rücknahme des Senatsbeschlusses der Leipziger Kunsthochschule zur Entlassung Werner Tübkes aufgrund von Studentenprotesten
1970 Gewinn des Wettbewerbs zur Gestaltung des monumentalen Wandbildes „Arbeiterklasse und Intelligenz“ im Rektoratsgebäude der Universität Leipzig (1973 vollendet)
1971 erste Italienreise und erste Einzelausstellungen im Ausland (Mailand, Brescia, Rom, Modena, Florenz); Beginn der internationalen Anerkennung
1972 Ernennung zum Professor der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig; Goldmedaille der Internationalen Grafikbiennale von Florenz; zweite Italienreise
1973-76 Rektor der Leipziger Kunsthochschule
1974 Leiter einer Meisterklasse für Malerei; dritte Italienreise
1974-75 Polyptychon für den Palast der Republik in Ostberlin zum Thema „Der Mensch – Maß aller Dinge“ (unvollendet)
1976 Vertragsabschluß über das Panoramagemälde für die Bauernkriegsgedenkstätte im thüringischen Bad Frankenhausen; Reisen nach Frankreich und in die BRD
1977 Teilnahme an der documenta 6 in Kassel; Hauptpreis der Triennale der Malerei sozialistischer Länder in Sofia
1980 Käthe-Kollwitz-Preis der Akademie der Künste der DDR; Reisen nach Italien, Leningrad, Bulgarien und in die BRD
1981 Reise in die Schweiz; Fertigstellung der 1:10 Fassung des Panoramagemäldes für Bad Frankenhausen
1982 Wahl zum Mitglied der Königlichen Akademie der Künste Schwedens; Reisen nach Griechenland, Spanien, Moskau und in die BRD
1983 Mitglied der Akademie der Künste der DDR (1992 Austritt); Reisen in die BRD, nach Schweden und Österreich
1984 Gastprofessur der Internationalen Sommerakademie in Salzburg (Klasse für Zeichnen); Reisen nach Stockholm, Nürnberg und Ravensburg (Begegnung mit Martin Walser)
1985 Verleihung der Ehrendoktorwürde der Universität Leipzig; Reisen nach Italien, in die Schweiz und die BRD
1986 Reisen nach Frankreich, Bulgarien, Moskau und in die BRD (Begegnung mit Horst Janssen in Hamburg)
1987 Fertigstellung des Panoramagemäldes in Bad Frankenhausen (1983 begonnen)
1988 Ehrenmitglied der Akademie der Künste der UdSSR und Mitgliedschaft in der Serbischen Akademie der Wissenschaften und Künste (1992 Austritt); Reisen nach Österreich und in die USA
1989 Offizielle Eröffnung des Panorama Museums in Bad Frankenhausen im September
1989/90 Reisen in die Schweiz, nach Schweden und Istrien
1990-93 Entwürfe für das achtteilige Bühnenbild und Kostüme einer „Freischütz“-Inszenierung der Bonner Oper
1993-96 Arbeit am Flügelaltar für die Kirche St. Salvatoris in Clausthal-Zellerfeld im Oberharz (April 1997 Altarweihe); Reisen nach Italien (Ischia, Capri), Belgien und Österreich
1999 Retrospektive im Panorama Museum in Bad Frankenhausen; Reisen nach Rom und Teneriffa
2000 Aufenthalt auf Capri
2001-02 Reisen nach Italien
2003 nach schwerer Krankheit konsequente Hinwendung zur Zeichnung
2004 am 27. Mai stirbt Werner Tübke in Leipzig
[Biografie Tübke Stiftung Leipzig]
Vorname Werner
Name Tübke
Geschlecht männlich
Beruf Maler, Grafiker, Zeichner
Geburtsort Schönebeck (Elbe)
Sterbeort Leipzig
Annika Michalski, "Ich spiele mich, wie ich bin." Die Selbstdarstellungen Werner Tübkes von 1940 bis 2004, Köln, Weimar, Wien: Böhlau Verlag, 2014