Objektabbildung zoomen

Werner Tübke,  
Bildnis der Mutter des Künstlers, 1953/1954

 

Das Bildnis zeigt eine gefühlvolle Darstellung der Mutter Werner Tübkes. Ihr Blick ist nachdenklich, nahezu resigniert und vermittelt eine tiefe innere Ruhe und Melancholie.

Tübke bildet seine Mutter in einem schlichten Mantel, einer üppigen Fuchsstola und mit einem schwarzen Hut ab. Die Farbtöne sind gedämpft, hauptsächlich in Erdtönen gehalten, wodurch eine intime und zurückhaltende Atmosphäre geschaffen wird.

Das Werk markiert eine wichtige Phase in Tübkes Leben. Zu dieser Zeit beendete er sein Studium der Kunsterziehung an der Universität in Greifswald und befand sich in Leipzig auf dem Weg, seinen eigenen künstlerischen Stil zu entwickeln. Dieses Werk steht am Übergang von Tübkes frühen realistischen Arbeiten zu seinen späteren, komplexeren und symbolträchtigeren Kompositionen.

Jasmin Lorenz

Systematik Gemälde

Material/Technik Öl auf Leinwand

Maße 52 x 63 x 3,5 cm (Rahmenmaß) 55,5 x 44 cm (Bildmaß)

Erwerbung 2022 Dauerleihgabe der Tübke Stiftung Leipzig

Inventar-Nr. L 2022-0005