Objektabbildung zoomen

Anna Perepechai,  
Tears of Things, 2022 - 2025 Zwei Objekte - Familienarchiv und Objekte hinter Glas

 

"Tears of Things" (Tränen der Dinge) ist eine Installation aus zwei Objekten. Materialien aus dem Familienarchiv der Künstlerin werden in Glas eingeschlossen präsentiert. Die Installation teilt ihren Titel mit dem übergeordneten Werkkorpus und fungiert als eines seiner zentralen Fragmente.

Entstanden nach der Rückkehr der Künstlerin in ihre de-okkupierte Heimatregion in der nördlichen Ukraine, entwickelte sich die Arbeit während einer vierzigtägigen Trauerzeit, in der Fotografien, Objekte und Materialfragmente gesammelt wurden, die später in zwei überfüllten Koffern nach Deutschland gebracht wurden. Die Installation präsentiert diese Elemente in verglasten, an Reisekoffer erinnernden Objekten auf Rollen – mobile fragile Archive zwischen privater Erinnerung und musealer Präsentation.

Die Arbeit reflektiert, wie sich Erinnerung in Kriegszeiten bewahren lässt, was geteilt und dadurch sichtbar wird, was unsichtbar bleibt, welche Rolle dabei der Zufall spielt und wie Materialität dort wirksam wird, wo Sprache und Biografie an ihre Grenzen stoßen.

Der Titel bezieht sich auf "lacrimae rerum" (aus dem antiken Epos "Aeneis" von Vergil) und ruft die Vorstellung hervor, dass Dinge selbst Trauer, Geschichte und Widerstandskraft in sich tragen können.

Systematik Objekt / Installation

Material/Technik Zwei Objekte, Familienarchiv und Objekte im Glas

Maße Vitrine 1 35 x 21 x 55 cm (Objektmaß (H x B x T)) Vitrine 2 41 x 26 x 65 cm (Objektmaß (H x B x T))

Erwerbung Leihgabe Anna Perepechai, Leipzig