Objektabbildung zoomen

André Butzer,  
Ohne Titel, 2023/2024

 

Die Einflüsse auf das Bilddenken und -schaffen des Stuttgarter Künstlers André Butzer sind vielfältig und reichen von Paul Cézanne, Henri Matisse, Edward Munch bis Walt Disney, über Kontakte zu Albert Oehlen und Jonathan Meese. Mehrere Aufenthalte in Kalifornien haben zudem Butzers Farb- und Lichtführung beeinflusst. Mit Ausnahme seiner N-Gemälde (2010–2017) arbeitet Butzer figurativ, wenngleich er seine Figuren in stark vereinfachter, geradezu zeichenhafter Körperlichkeit modelliert. Eine intensive Auseinandersetzung mit Figur, Raum, Farbe und Ornament zieht sich durch sein gesamtes grafisches wie malerisches Schaffen. In seiner Malerei ist dabei der Pinselduktus deutlich sichtbar. Diese stilistische Eigenheit beschreibt Butzer mit seiner eigenen Wortschöpfung als „Science-Fiction-Expressionismus“.

Die erwähnten stilistischen Charakteristika kennzeichnen auch das großformatige, unbetitelte Gemälde aus den Jahren 2023 bis 2024, welches die Sammlung des Museums der bildenden Künste Leipzig seit 2026 erweitert. Es ergänzt den zentralen Sammlungsbestand der Neuen Leipziger Schule und der nachfolgenden Künstler*innengenerationen.
Dabei aktualisiert Butzer das Genre des Figurenbildes, ist jedoch im Gegensatz zur lokalen Leipziger Szene dem Dilettantismus und einer naiven Figurenauffassung zugeneigt.

Jenny Graser

Systematik Gemälde

Material/Technik Acryl auf Leinwand

Maße 200 x 321 cm (Bildmaß)

Erwerbung 2026 Private Schenkung