Im Museumskaree zieht Nina Schuikis Installation „Frühling“ einen 125 m langen Riss durch das vorhandene Granitpflaster des Zwischenraums. Daraus wächst als Pionierpflanze das schmalblättrige, rosablühende Weidenröschen empor. In der skulpturalen Geste verbinden sich Bewegungen des Grabens und des Wachsens: In den Boden hinein und aus dem Boden heraus schieben sich verschiedene Zeitschichten und Stadtgeschichten. Zwischen der großvolumigen Architektur des Museumskarrees wird durch „Frühling“ ein kleinerer, menschlicherer Maßstab eingeführt, der neben ästhetischen Erfahrungen eine Vielfalt an inhaltlichen Anknüpfungspunkten bietet und Raum für Begegnungen schafft.