Gerrit van Honthorst Maler, Zeichner

Lebensdaten 1592 - 1656

Geburtsort Utrecht

Sterbeort Utrecht

Der Sohn eines Dekorationsmalers lernte wohl zunächst beim Vater, anschließend bei Abraham Bloemaert, bevor er um 1612/13 nach Italien reiste. Hier erlangte er rasch Ruhm als Maler biblischer Historien, die er nach dem Vorbild Caravaggios in nächtlicher Dunkelheit wiedergab, was ihm den Beinamen „Gherardo delle Notti“ einbrachte. Bereits in Rom erhielt er Aufträge bedeutender Mäzene wie Vincenzo Giustiniani und Kardinal Scipio Borghese. 1620 kehrte er nach Utrecht zurück, heiratete und richtete in einem 1627 erworbenem Haus eine große Werkstatt ein, in der er zahlreiche Lehrlinge beschäftigte. 1628 war er in London für den englischen König Karl I. tätig. Er malte oftmals im Auftrag des oranischen Hofs (Porträts, Palastdekorationen) und arbeitete abwechselnd in Utrecht und Den Haag, wo er 1637 Mitglied der St. Lukasgilde wurde und 1645 ein Haus erwarb. Van Honthorsts Ruhm brachte ihm Aufträge des dänischen Königs Christian IV. und des Kurfürsten von Brandenburg ein. Nach 1650 zog er wieder nach Utrecht. Der Künstler bediente die Nachfrage nach großformatigen religiösen und mythologischen Historien, die er in einem ab 1630 zunehmend klassizistisch geprägten, effektvollen und glatten Stil vortrug. Mit Hilfe seiner Werkstatt schuf er zahlreiche Porträts und Genrebilder.