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Gian Lorenzo Bernini Bildhauer, Architekt, Maler, Zeichner
Lebensdaten 1598 - 1680
Geburtsort Neapel
Sterbeort Rom
Am 7. Dezember 1598 kam Gian Lorenzo Bernini als Sohn des Bildhauers Pietro Bernini (1562–1629) und seiner Frau Angelica Galante (ca. 1575–1647) in Neapel auf die Welt. Schon als Kind erhielt Gian Lorenzo den ersten Kunstunterricht in der Werkstatt seines Vaters. 1608 zog die Familie nach Rom. Aufgrund seiner künstlerischen Frühreife erregte Gian Lorenzo schnell Aufsehen. Seine Perfektion und künstlerische Begabung in der Bearbeitung des harten Marmors machten ihn frühzeitig nicht nur in der römischen Kunstszene bekannt.
Zwischen 1618 und 1625 schuf er für den Kardinal Scipione Borghese (1577–1633) die Figurengruppen „Aeneas und Anchises“, „Raub der Proserpina“, „Apollo und Daphne“ und die Figur des „David“, die an der griechisch-römischen Mythologie und dem Alten Testament inspiriert waren. Noch heute sind die Werke in der Villa Borghese in Rom zu sehen. Im Jahr 1629 wird Bernini das sehr prestigereiche Amt des Architekten der Bauhütte von St. Peter übertragen, obwohl er nie eine Architektenlaufbahn durchlief. Mit seinen Bauwerken prägte Bernini maßgeblich das Stadtbild Roms. Neben seinen plastischen und architektonischen Arbeiten hinterließ er über 150 Gemälde. Von seinen zahlreichen Zeichnungen sind heute nur noch rund 300 bekannt. Ein Werk von ihm zu besitzen galt als große Ehre und auch Auszeichnung der zeitgenössischen Sammler*innen. Die schwedische Königin Christina von Schweden (1626–1689) war eine große Bewunderin seiner Werke.
1664 reiste Bernini nach Paris, um dort die Umgestaltung des Louvre zu leiten. Seine Planungen wurden nicht umgesetzt. Nach sechs Monaten kehrte er nach Rom zurück.
Am 28. November 1680 starb Bernini. Seine Beisetzung erfolgte in die Familiengruft in der Basilika Santa Maria Maggiore in Rom.
Der Maler, Bildhauer und Architekt war unter 8 Päpsten tätig und beeindruckte seine Zeitgenoss*innen durch seine große und vielfältige Begabung.
Vorname Gian Lorenzo
Name Bernini
Geschlecht männlich
Beruf Bildhauer, Architekt, Maler, Zeichner
Geburtsort Neapel
Sterbeort Rom
Ramharter, Johannes, Die plastischen Bildwerke der Sammlung Rossacher, hrsg. von Salzburger Barockmuseum, Siezenheim: offset 5020 Druckerei und Verlag Gesellschaft m.b.H., 2014, S. 56-72 Amendola, Adriano, La collezione del principe Lelio Orsini nel palazzo di piazza Navona a Roma, Rom, 2013 ( <br class="linefeed" />Collezionismo a Roma; 2) Ausst.-Kat. New York/Fort Worth 2012–13 Biermann 2012 Sutherland Harris 2011 Montanari 2009a Felix Ackermann, Die Altäre des Gian Lorenzo Bernini. Das barocke Altarensemble im Spannungsfeld zwischen Tradition und Innovation, Petersberg: Michael Imhof Verlag, 2007, Überarbeitete Fassung der 2001 von der Philosophischen Fakultät der Universität Basel angenommenen Dissertation Ausst.-Kat. Bernini pittore, hrsg. von Montanari, Tomaso, Palazzo Barberini, Rom, Mailand: Silvana Editoriale, 2007 Ausst.-Kat. Bonn/Berlin 2005–06 McPhee 2002 Stolzenburg 2000 Ausst.-Kat. Rom 1999 Best.-Kat. London 1999 Ausst.-Kat. Edinburgh 1998 Ausst.-Kat. Stuttgart 1993 Karl-Heinz Mehnert, Gianlorenzo Bernini. 1598-1680, hrsg. von Dieter Gleisberg, Museum der bildenden Künste Leipzig 1981, Leipzig, 1981, 5. Ausst.-Kat. Drawings by Gianlorenzo Bernini from the Museum der Bildenden Künste Leipzig, German Democratic Republic, hrsg. von Irving Lavin, The Art Museum, Princeton University, 2.10.-15.11.1981 ; Cleveland Museum of Art, 1.12.1981-15.1.1982 ; Los Angeles County Museum of Art, 4.2.-14.3.1982 ; Kimbell Art Museum, Fort Worth, 1.4.-16.5.1982 ; Indianapolis Museum of Art, 1.6.-15.7.1982, Princeton: The Art Museum, Princeton University, 1981 Ausst.-Kat. Rom 1981 Sutherland Harris 1977 Best.-Kat. Berlin 1969 Brauer/Wittkower 1931 Gobbi/Jatta 2014