Frans Hals Maler, Zeichner

Lebensdaten um 1583 - 1666

Geburtsort Antwerpen

Sterbeort Haarlem

Frans Hals, Sohn aus Antwerpen ausgewanderter Eltern, lernte möglicherweise bei Karel van Mander (1548–1606) in Haarlem (vor 1603). 1610 trat er der dortigen St. Lukasgilde bei und heiratete; von 1612 bis 1615 war er Mitglied der Schützengilde zum Hl. Georg. Im Jahr 1616 hielt er sich ein gutes Vierteljahr lang in Antwerpen auf. 1617 heiratete der Witwer erneut. 1616 malte Hals sein erstes Schützenstück; in den beiden folgenden Jahrzehnten folgten vier weitere solcher Großaufträge. Außerdem malte er Porträts wohlhabender Haarlemer Bürger, die sich durch einen schnellen Pinselduktus und die lebhafte Vergegenwärtigung der Porträtierten auszeichnen. Die Genremalerei, oft mit komischem Unterton, macht einen kleineren Teil seines Schaffens v. a. in den 1620er und 1630er Jahren aus. In den 1660er Jahren ist der Einfluss von Gerard ter Borch und Gabriel Metsu erkennbar. Trotz seines Ansehens war Hals oft in finanziellen Schwierigkeiten und blieb Zahlungen für Miete, Lebensmittel oder Kunstwerke schuldig. Im Alter musste er die Unterstützung der Stadt Haarlem in Anspruch nehmen. Er beschäftigte zahlreiche Schüler, darunter Adriaen Brouwer, Adriaen van Ostade, Philips Wouwerman, seinen Bruder Dirck Hals, Judith Leyster und Jan Miense Molenaer. Fünf seiner Söhne aus zwei Ehen wurden ebenfalls Maler.