Jan van Goyen Maler, Zeichner

Lebensdaten 1596 - 1656

Geburtsort Leiden

Sterbeort Den Haag

Der Sohn eines katholischen Schuhmachers erhielt seine erste Ausbildung bei mehreren Meistern in Leiden und Hoorn, bevor er (im Anschluss an eine Studienreise nach Frankreich) um 1617 bei Esaias van de Velde in Haarlem in die Lehre kam. Nach seiner Heirat (1618) lebte er in Leiden, um 1632 zog er nach Den Haag, wo er 1634 ein Haus und weitere Grundstücke erwarb (er investierte auch später mehrfach in Immobilien) und den Rest seines Lebens verbrachte. In den 1630er Jahren verlor er sein Vermögen durch die missglückte Spekulation mit Tulpenzwiebeln. 1647 versteigerte Van Goyen zusammen mit dem Landschaftsmaler Johan Pietersz. Schoeff eine große Anzahl von Gemälden in Den Haag. Auf vielen Reisen an den Niederrhein, Antwerpen, Brüssel und innerhalb Hollands fertigte der Künstler Zeichnungen u. a. von Stadtansichten an, die er in seine Gemälde integrierte. Er pflegte freundschaftliche Verbindungen zur Ruisdael-Familie in Haarlem. Trotz seiner großen Produktivität (rund 1200 Gemälde und über 1000 Zeichnungen sind überliefert) war Van Goyen oftmals in Zahlungsschwierigkeiten und hinterließ umfangreiche Schulden. Durch seine schnelle und ökonomische Malweise sowie das tonale Kolorit in den 1630er und 1640er Jahren prägte er die holländische Landschaftsmalerei des 17. Jahrhunderts nachhaltig. Sein Werk fand bereits zu Lebzeiten eine breite Nachfolge.