Dirck van Delen Maler, Zeichner

Lebensdaten 1604/1605 - 1671

Geburtsort Heusden

Sterbeort Arnemuiden

Dirck van Delen ging 1625 eine erste Ehe ein, der zwei weitere folgten. Er zog zunächst nach Arnemuiden, wurde aber 1629 Mitglied der St. Lukasgilde in Middelburg. In Arnemuiden war er nicht nur als Maler tätig, sondern hatte das Brücken- und Wegezollamt inne, war Stadtrat und mehrfach Bürgermeister, außerdem Konsul der Provinz Zeeland. Er spezialisierte sich auf die Architekturmalerei, im damaligen Sprachgebrauch „perspectiven“ genannt. Dabei kombinierte er flämische (die Stichwerke von Hans Vredeman de Vries, die Malerei Hendrik van Steenwijcks d. J.) mit holländischen Vorbildern (die Malerei des Delfter Spezialisten Bartholomeus van Bassen). Wie im Kircheninterieur der Leipziger Sammlung verband er präzise Zeichnung und koloristische Sensibilität zu meisterhaften Kabinettstücken. Delen unterhielt enge Verbindungen in das per Schiff schnell erreichbare Antwerpen in den Südlichen Niederlanden.