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Guercino (Giovanni Battista Barbieri) Maler, Freskenmaler, Zeichner
Lebensdaten 1591 - 1666
Geburtsort Cento
Sterbeort Bologna
Giovanni Francesco Barbieri war Sohn von Andrea Barbieri und Elena Ghisellini. Laut Passeri waren seine Eltern Bauern und der Vater betätigte sich auch als Holzschnitzer. Giovanni Francesco begann schon früh mit dem Zeichnen, und Malvasia berichtet, dass er bereits als Achtjähriger das Bild einer Madonna an einer Häuserfassade gemalt habe (die laut Calvi noch 1808 zu sehen war).
Guercino wird von seinen Biografen als begnadetes Wunderkind beschrieben. Er wurde anscheinend auch von seinen Zeitgenossen so empfunden. Über seine Kindheit und Jugend wurden Anekdoten verbreitet, die teilweise sehr unwahrscheinlich und nicht nachweisbar sind und heute als reine Erfindung oder Legenden gelten. Dazu gehören Kontakte zu den Carracci bereits als Kind oder Freundschaft mit dem in Rom und Süditalien lebenden, früh verstorbenen Caravaggio († 1610).
In Wirklichkeit machte Guercino seine Ausbildung bei einigen kaum bekannten Malern, in deren Werkstatt er jeweils nur kurze Zeit blieb, wie Bartolomeo Bertozzi in Bastiglia (bei Modena), Giovanni Battista Cremonini, Benedetto Gennari (1563–1658) aus Cento – ein Maler der Bologneser Schule – sowie dem Quadraturmaler Paolo Zagnoni. Seine eigentlichen künstlerischen Vorbilder waren Lodovico Carracci aus Bologna (laut eigener Aussage Guercinos), Bartolomeo Schedoni und Scarsellino. Auf diesen Grundlagen fand der junge Guercino früh und zum Teil autodidaktisch zu einem eigenen Stil, der einerseits von der damaligen Welle des Naturalismus geprägt war, andererseits mit dramatischen, aber weichen Licht- und Schatten-Kontrasten und einer dunklen, tonigen, üppig wirkenden Farbpalette arbeitete.
[TEST Wikipedia]
Name Guercino (Giovanni Battista Barbieri)
Geschlecht männlich
Beruf Maler, Freskenmaler, Zeichner
Geburtsort Cento
Sterbeort Bologna
Sander, Dietulf, Italienische, spanische und französische Meister des 16., 17. und 18. Jahrhunderts, Leipzig 1973, Kat. Nr. 7, Abb. 25 Test