Adriaen van Ostade Maler, Zeichner, Grafiker

Lebensdaten 1610 - 1685

Geburtsort Haarlem

Sterbeort Haarlem

Adriaen van Ostade war der Sohn eines Webers in Haarlem. Nach Houbraken lernten Adriaen van Ostade und Adriaen Brouwer gleichzeitig bei Frans Hals in Haarlem. Brouwer, der 1623/24 und 1631/32 in Haarlem lebte, übte starken Einfluss auf Van Ostades Werk aus. Erstmals 1632 als Maler erwähnt, wird er 1634 als Mitglied der St. Lukasgilde geführt, in der er 1647 und 1662/63 leitende Ämter bekleidete. 1638 heiratete er. Nach dem Tod seiner Frau (1642) heiratete er 1657 erneut in Amsterdam. Von 1633–69 war der Künstler Mitglied der Schützengilde in Haarlem. Nach seinem Tod wurden 1685 u. a. über 200 eigenhändige Werke sowie zahlreiche Werke anderer Künstler versteigert. Die große Anzahl an eigenhändigen Werken dürfte darauf hindeuten, dass Van Ostade „auf Vorrat“ malte, zugleich ist sie vielleicht ein Indiz dafür, dass er nicht auf den ständigen Verkauf von Bildern angewiesen war. Der Maler spezialisierte sich v. a. auf das Bauerngenre, oft in komisch-karikierender Tonlage. Er war auch ein versierter und produktiver Zeichner (rund 400 Zeichnungen und Aquarelle gelten als eigenhändig) und Radierer. Houbraken nennt als Schüler seinen Bruder Isack van Ostade sowie Cornelis Dusart, Cornelis Bega, Michiel van Musscher und Jan Steen.