Johannes van Wijckersloot Maler, Zeichner

Lebensdaten um 1628 - 1687

Geburtsort Utrecht

Sterbeort Amsterdam

Johannes van Wijckersloot war der Sohn von Cornelis Cornelisz. van Wijckersloot, der zeitweilig bei dem Maler Adam Willaerts in Utrecht Zeichenunterricht nahm, sich jedoch nach seiner Heirat 1625 als Getreidehändler betätigte. Die Familie gehörte dem katholischen Glauben an. Nach einer mutmaßlichen Ausbildung zum Bildhauer zwischen 1640 bis 1642 reiste Van Wijckersloot wahrscheinlich nach Italien, worauf die italianisierende Signatur auf seinen Historienbildern verweist. Der Künstler engagierte sich in der St. Lukasgilde, in der er 1659, 1660, 1670 und wohl auch 1676 das Amt des Dekans ausübte. Während der französischen Besetzung Utrechts 1672 und in den folgenden Jahren wurden die Kasse, Möbel und Gemälde der Utrechter Maler der St. Lukasgilde im Haus von van Wijckersloot eingelagert. 1668 wurde er als Regent der städtischen Almosenkammer vorgeschlagen, jedoch nicht ernannt. In der zweiten Hälfte der 1670er Jahre litt der Künstler unter wirtschaftlichen Schwierigkeiten: 1678 wurde er gerichtlich zur ausstehenden Bezahlung von Schulden verurteilt, 1681 musste er ein Haus verkaufen. Der Künstler, der für zwei minderjährige Nichten zu sorgen hatte, heiratete 1682; nach 1684 zog er nach Amsterdam. Van Wijckersloot war v. a. als Porträtmaler tätig, schuf aber auch religiöse und allegorische Historienbilder.