Aelbert Jacobsz. Cuyp Maler, Zeichner, Grafiker

Lebensdaten 1620 - 1691

Geburtsort Dordrecht

Sterbeort Dordrecht

Cuyp entstammt einer Dordrechter Künstlerfamilie; bereits sein Vater Jacob Gerritsz. Cuyp (1594–1652) sowie sein Onkel Benjamin Gerritsz. Cuyp (1612–52) waren als Maler tätig. Nach seiner Lehre in der väterlichen Werkstatt unternahm Cuyp in den 1640er und 1650er Jahren längere Reisen an Rhein und Waal, auf denen viele Zeichnungen entstanden. 1658 heiratete er die vermögende Witwe eines Regenten und übernahm 1660/61 das Amt des Dekans der St. Lukasgilde in Dordrecht. Über die Stadtgrenzen hinaus war der Maler im 17. Jahrhundert so gut wie unbekannt, seine „Entdeckung“ geht auf das 18. Jahrhundert zurück. Cuyp spezialisierte sich auf holländische Weidelandschaften, die durch das Vorbild Jan van Goyens, später durch die italianisante Malerei Jan Boths beeinflusst sind. Seine Heimatstadt hat Cuyp in zahlreichen Ansichten festgehalten. Außerdem schuf er viele Porträts, insbesondere Reiterbildnisse in der Landschaft, daneben biblische Historien, Kircheninterieurs, Genrebilder und Stillleben. Cuyp hinterließ ein umfangreiches zeichnerisches Werk sowie einige Radierungen.