Objektabbildung zoomen

Rogier van der Weyden,  
Heimsuchung, um 1440

 

Das Lukasevangelium (Lukas 1, 39-50) berichtet, dass die im sechsten Monat schwangere Maria zu ihrer Cousine Elisabeth ging, die trotz ihres hohen Alters mit Johannes dem Täufer schwanger war. Als sie sich begegneten und Elisabeth den Gruß Marias hörte, „hüpfte das Kind in ihrem Leibe“. Dieses wurde als Gotteserkenntnis durch den noch ungeborenen Johannes verstanden.

Rogier verdeutlicht den Bezug zwischen den beiden Frauen und ihren Kindern durch die jeweils auf den Bauch der anderen gelegten Hände. Meisterhaft ist die Darstellung der beiden Frauen als Menschen aus Fleisch und Blut sowie die detaillierte Schilderung der Landschaft. Die beiden Figuren zeigen in der Darstellung der Gesichter eine bis dato unerreichte Feinheit, Ausdruckskraft und Lebendigkeit.

Jan Nicolaisen

Systematik Gemälde

Material/Technik Öl und Tempera auf Holz

Maße 57,8 x 36,2 cm (Bildmaß) 79 x 58 x 9 cm (Rahmenmaß)

Erwerbung 1996 Erwerbung aus der Sammlung Maximilian Speck von Sternburg mit Mitteln vom Freistaat Sachsen, vom Bundesministerium des Inneren, Bonn, von der Kulturstiftung der Länder und von der Stadt Leipzig

Inventar-Nr. G 1550