Objektabbildung zoomen

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Devisen für das Museum

 

Für die sogenannten argentinischen Spenden ist überliefert, dass Helene Berger ihre Unterstützung aus Buenos Aires in Pesos nach Leipzig übertrug. Gerade in den Jahren der Inflation war dies von besonderer Bedeutung: Anders als die rasch entwertete Papiermark konnte eine Zahlung in ausländischer Währung ihren tatsächlichen Wert wesentlich besser bewahren.

Zugleich war der Umtausch in Deutschland nicht immer einfach, denn der Devisenverkehr unterlag in den frühen 1920er Jahren wechselnden Bedingungen: Während Fremdwährungen zunächst vergleichsweise frei über Banken und den Devisenmarkt in Mark umgerechnet werden konnten, griff der Staat mit der Zuspitzung der Krise 1922/23 wieder stärker regulierend ein.
Umso wichtiger war es, dass der Wert der Spende zunächst in einer stabileren Währung erhalten blieb und erst in Leipzig bei Bedarf in Mark umgerechnet wurde.

Auf diese Weise war die Unterstützung für die Graphische Sammlung in einer Zeit extremen Währungsverfalls sehr verlässlich.