Objektabbildung zoomen
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Max Pechstein,  
Männerkopf, 1923

 

Mit dem diffamierenden Begriff „entartete Kunst“ belegten die Nationalsozialisten Werke der Moderne, die nicht ihrem Kunstideal entsprachen. Im Zuge der Beschlagnahmeaktionen ab 1937 wurden aus deutschen Museen mehr als 20.000 Kunstwerke entfernt. Viele Werke wurden anschließend verkauft oder zerstört.

Die Werke von Max Pechstein waren davon massiv betroffen: 326 seiner Werke wurden 1937 aus deutschen Museen beschlagnahmt; so auch die im MdbK bewahrte Lithografie mit dem Titel: „Männerkopf“.

Die Geschichte des Werks endete jedoch nicht mit seiner Beschlagnahmung. 1947 wurden aus dem Nachlass des Kunsthändlers Bernhard A. Böhmer in Güstrow Werke aus der Aktion „Entartete Kunst“ sichergestellt und dem Museum der Stadt Rostock zur Verwahrung übergeben. Von dort aus erfolgten seit 1949 und verstärkt in den frühen 1950er Jahren Rückgaben an frühere Museumsbestände in der Sowjetischen Besatzungszone bzw. DDR.

Auf diesem Weg gelangte auch Pechsteins „Männerkopf“ im Jahr 1957 nach Leipzig zurück.

Systematik Druckgrafik

Material/Technik Lithografie, aquarelliert

Maße 55 x 44,5 cm (Darstellungsmaß) 69,5 x 50 cm (Blattmaß)

Erwerbung 1928 Erwerbung von Friedrich Dehne, Leipzig, mit Mitteln von Helene Berger, Buenos Aires

Inventar-Nr. I. 6003